Nancy & ich beim 1. Bonner BarCamp am 28.2.15Gestern fand das 1. Bonner BarCamp statt. FINALLY! Es war höchste Zeit, dass mein schönes Bonn so langsam mal Fahrt aufnimmt, damit sich auch hierzustadte vielleicht endlich mal eine coole, hippe Tech-/Blog-/Startup-/Netz-/Younameit-Szene etabliert! Diese Rhein-Region rund um Bonn hat viel zu bieten, nicht zuletzt viele schlaue Köpfe und ich wär‘ so happy, wenn wir hier Magnet werden würden für noch viel mehr coole Events und Startups und so’n Kram.

Wohlfühlen in Bonn

Und 161 von diesen schlauen Köpfen hatten sich gestern im Forum Internationale Wissenschaft versammelt. Um’s gleich vorweg zu nehmen: ich hab mich von Anfang an sauwohl gefühlt! Das hatte sicher auch damit zu tun, dass ich meine liebe Frau überzeugen konnte, mitzukommen, dass wir gleich morgens auf dem Weg dorthin dank Twitter den netten Harald in der Bahn kennengelernt haben und dann gemeinsam zur Location gingen. Aber auch damit, dass im Orga-Team die liebe Bekannte und Ex-Kollegin Karin Krubeck war. Und wenn man sich gleich beim Einchecken schon umarmt, ist das natürlich ein super Willkommensgefühl.

Nahezu perfekt

Natürlich gab es ein paar kleine Pannen. Und natürlich gab es Leute, die das vor versammelter Mannschaft herausstellen mussten. Schwamm drüber. Nach meinen Informationen ist keiner verhungert und keiner verdurstet. Die Organisation war bestens, die Räumlichkeiten in der ehemaligen Landesvertretung Rheinland-Pfalz ebenfalls. Die Technik-Infrastruktur funzte, keine Netze brachen zusammen. Alles gut.

Wer bin ich?

Am Anfang, nach der Begrüßung wurde doch tatsächlich diese Vorstellungsrunde durchgezogen. Jeder stand auf (so fern er nicht schon stand im übervollen Saal) und hatte ein paar Sekunden Zeit für seinen Namen und drei Hashtags. Erst kam die Aufregung („was sag ich bloß?“), dann der Gedanke „na, das kann ja dauern bei den Massen!“ aber dann schnell „ist das lustig!“, denn wir haben dabei viel gelacht.

Session Pitches

Sven Hense und ich (am Mikro) pitchen unsere Open Data Session beim 1. Bonner BarCamp am 28.2.15

Sven Hense und ich (am Mikro) pitchen unsere Open Data Session beim 1. Bonner BarCamp am 28.2.15. Foto: Markus Kucborski

Als es an die Session Pitches ging, stürmten mein Mitstreiter Sven Hense und ich vor und ergatterten einen guten Platz in der laaangen Schlage vorm Mikro. Und nachdem wir unsere Sessionidee zum Thema Open Data und Gründung eines OKLab Bonn vorgestellt hatten, waren wir sehr erleichtert, dass die Handzeichen doch so zahlreich waren, so dass unsere Session stattfinden würde. Ja, es waren sogar bis dahin die meisten Handzeichen, so dass Sascha uns gleich mal in den ersten Timeslot und für den größten Saal vorsah. Dabei blieb es dann auch. 🙂

Open Data / OK Lab Bonn Session

Sven Hense und ich bei unserer Open Data / OK Lab Bonn Session beim 1. Bonner BarCamp am 28.2.15. Foto: Markus Kucborski

Sven Hense und ich bei unserer Open Data / OK Lab Bonn Session beim 1. Bonner BarCamp am 28.2.15. Foto: Markus Kucborski

Unsere Session lief dann wohl ganz gut (aber dass müssen eher die Besucher sagen). Wir stellten kurz Open Data, die Open Knowledge Foundation und das Code For Germany Programm vor, erklärten, was ein OKLab ist (hat nichts mit einem super L*a*b* Farbraum zu tun, sondern steht für „Open Knowledge Lab“) und was die Stadt Bonn bisher schon in Sachen Open Data unternommen hat. Es ging nahtlos über in eine (auch kritische) Diskussion, die aber stets sachlich war und nicht ausuferte. Wir konnten, glaube ich, gut klar machen, was unser Anliegen ist mit einem OKLab Bonn, dass wir nicht nur Hacker, sondern auch Designer, Künstler, Grafiker, Politiker, Journalisten, Storyteller u.v.a.m. suchen und dass wir vor allem machen wollen, nicht so viel diskutieren und theoretisieren.

Nach der Session wurden Sven und ich noch umlagert von Zuhörern, wir wurden vom Webmontag und vom Social Media Chat Bonn gebeten das Thema dort jeweils auch nochmal vorzustellen und der Coworking Space Bonn bot sogar Räumlichkeiten an (leider hab ich mir den Kontakt nicht aufgeschrieben. Wer war’s?). Diverse Visitenkarten von Interessierten habe ich auch eingesteckt. Und auf Twitter ging danach und noch bis spät in den Abend, als alle schon wieder zuhause waren, dazu nochmal ein bisschen die Post ab; unser neuer Twitter Account @codeforbonn hat jetzt knapp 50 Follower und ist achtman gelistet worden. Toll! 🙂

Sven und ich sind mächtig froh, erleichtert, auch ein bisschen stolz, dass wir unser erstes Ziel erreicht haben: wir konnten die Session halten und haben genug Mitstreiter für ein OKLab Bonn gefunden!

Wer übrigens noch mitmachen will – einfach auf Twitter an @codeforbonn wenden, bei unserer nagelneuen Meetup Gruppe OKLab Bonn vorbeischauen oder klassisch eine eMail an info[at]codeforbonn.de schicken.

Mein Fazit

Ich habe auf dem BarCamp viele nette neue Leute kennengelernt und überhaupt keine doofen Leute gesehen weit und breit. Viele nette Gespräche geführt, viel gelacht, tollen Sessions beigewohnt, viele tolle Inspirationen bekommen und Kontakte geknüpft, die ich nicht mehr aus den Augen verlieren möchte. Am Schluss gab es Standing Ovations für die Organisatoren – da bekamen die drei Beklatschen Karin, Johannes und Sascha einstimmig Gänsehaut.

Fazit: bitte mehr davon!! Wo kann ich mich für das 2. BarCamp Bonn anmelden? 😉

Tweets, Blog-Artikel, Fotosammlungen etc. zum #bcbn15 werden zentral hier gesammelt.

Vielen Dank an Markus Kucborski für die Fotos, die ich hier verwenden darf! 🙂