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Apple, OS X, Tipps & Tricks

iTunes MobileSync Ordner und SSDs

iTunes-Icon-256px-144dpiSo ein Mac mit einer SSD als System-„Platte“ ist schon was Feines. Da geht alles schön schnell, booten, Applikationen starten, mit ihnen arbeiten etc. Die Dinger haben nur einen Nachteil: in komfortabler Größe sind sie noch recht teuer und so kommt es derzeit schon noch vor, dass man mit nur 64 oder 128 GB als einziger Platte im Mac schnell an die Grenzen stößt, wenn man viele Apps installiert. Insbesondere kommt es fast nie vor, dass Applikationen anbieten, Dateien, die sie so während ihres Lebens produzieren, vielleicht bitteschön wo anders als auf der knapp bemessenen SSD anzulegen. Nehmen wir zum Beispiel iTunes von Apple selbst. Wer ein iOS Gerät sein Eigen nennt und alles so eingestellt hat, dass Backups auf dem Mac angelegt werden sollen, wird sich bald wundern, wie wenig Platz ihm noch auf der SSD bleibt. Es gibt das praktische Tool WhatSize, was einem sehr schnell zeigt, wo man die dicksten Dateien bzw. Ordner auf dem Mac hat.

Und bei mir war der Ordner, der diese Backups enthält, immer der dickste, enthielt zuletzt fast 50 GB! (Tja, so eine Fotobibliothek mit dem ein oder anderen HD Filmchen auf einem iPhone kann schonmal wachsen. Und wenn man dann noch mehr als ein iPhone hat und iPads und iPod touches …) Und daher knappste ich auf der Systemplatte immer so mit 15, 12, 8 GB freiem Platz rum, was ein OS X gar nicht so schick findet. Abhilfe musste her! Und die Lösung ist (eigentlich) ganz einfach.
Der Ordner, um den es hier geht, in dem iTunes (bis inkl. Version 11, die zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Beitrags aktuell ist) seine Backups ablegt, ist /Users/[Benutzername]/Library/Application Support/MobileSync. Nun habe ich zum Glück hier in meinem iMac neben der [System | Boot]-SSD noch eine 2 TB HD eingebaut, auf der auch noch reichlich Platz ist. Es läge also nahe, iTunes beizubringen, seine Backups eben auf die HD statt die SSD zu schreiben. Wie sich herausstellte, ist das gar kein Problem und mit ein bisschen Unix-Kenntnissen schnell leicht machbar. Ich bin folgendermaßen vorgegangen (alle Eingaben immer ohne die umschließenden Anführungszeichen):

  1. iTunes sicherheitshalber beenden.
  2. Auf der SSD ins bisherige Verzeichnis ‚MobileSync‘ wechseln. Da es unterhalb des ~/Library Ordners liegt und dieser mittlerweile nicht mehr im Finder ‚Go‘ Menü angezeigt wird, muss man einen anderen Weg finden. Zum Beispiel: das Go Menü aufklappen und dann die alt-Taste gedrückt halten. Es erscheint ein neuer Eintrag ‚Library‘, den man auswählt. Jetzt noch in den Unterordner ‚Application Support‘ wechseln und den darin befindlichen Ordner ‚MobileSync‘ (zum Beispiel per drag & drop) auf die (ggfs. externe) HD kopieren.
  3. Nach erfolgreichem Kopiervorgang den Original-Ordner ‚MobileSync‘ in ‚/Users/[Benutzername]/Library/Application Support‘ löschen. (Wir haben ja eine Kopie, keine Angst.) Und irgendwann dann auch mal den Papierkorb leeren, sonst haben wir ja nichts von der ganzen Aktion. 😉
  4. Jetzt kommt der Trick: wir legen am Original-Ort, also da, wo iTunes die Backups anlegen will, einen sogenannten symbolischen Link zum neuen Ort an, wo wir die Backups gerne hätten. Das geht mit einem Unix Kommando.
  5. Terminal starten. Am einfachsten über die Spotlight Suche: cmd-Space, ‚term‘ eingeben und Return drücken. Oder über den Programme-Ordner im Dock: darin in die Hilfsprogramme (im Original: ‚Utilities‘) gehen und die Applikation ‚Terminal‘ starten.
  6. In den Ordner wechseln, in dem wir den symbolischen Link anlegen wollen. Also im Terminal am Prompt eingeben: ‚cd Library‘, Return drücken. Dann ‚cd App‘ tippen und die Tabulator-Taste drücken, so dass automatisch ergänzt wird und dort steht ‚cd Application\ Support‘. Return drücken.
  7. Falls ihr die Kopie des Ordners auch auf der internen Platte namens ‚Macintosh HD‘ gemacht habt, jetzt eingeben: ‚ln -s /Volums/Macintosh\ HD/MobileSync .
    (Ansonsten müsste ihr da natürlich den jeweils für euer Setup gültigen Pfad zur Ordner-Kopie verwenden.)
    Leerzeichen und Punkte sind wichtig. Damit erzeugen wir einen symbolischen Link zum Ordner unserer Kopie, die wir im Schritt 2 gemacht haben. Und zwar in dem Ordner, in dem wir gerade sind (dafür steht der Punkt am Ende).
  8. Das war’s. Wenn ihr das Terminalfenster noch auf habt, könnt ihr mal ein ‚ls -l‘ Kommando absetzen. Dann seht ihr (wenn ihr alles richtig gemacht habt) in der langen Liste irgendwo beim Anfangsbuchstaben M auch den symbolischen Link, den ihr im Schritt 7 angelegt habt, erkennbar am kleinen Buchstaben L (statt d für normale Verzeichnisse) ganz links. Bei mir sieht das so aus:
    ...
    drwxr-xr-x 3 stefan staff 102 1 Aug 19:09 MobileMeSyncClient
    lrwxr-xr-x 1 stefan staff 32 12 Dez 13:02 MobileSync -> /Volumes/Macintosh HD/MobileSync
    drwxr-xr-x 4 stefan staff 136 22 Jun 2011 Motion
    ...

Das praktische an diesen symbolischen Links ist nämlich, dass man dem Betriebssystem und somit alle Anwendungen damit vorgaukeln kann, der Ordner (oder die Datei) wäre an diesem Ort, obwohl sie das gar nicht (physikalisch) ist. Das klappt vielleicht nicht immer, aber wenn Anwendungen brav programmiert sind — und iTunes ist das an dieser Stelle –, dann klappts. Wenn ihr jetzt iTunes wieder startet und mal ein Backup eines angeschlossenen iPhones o.ä. macht, könnt ihr sehen, wie das auf der HD statt der SSD landet.

  1. andy

    sorry, diese nachricht wird wohl eh manuel gelesen. aber was fuer ein gebastel ??? hoer auf mit dem scheiss……das kommt am ende nicht gut. stellt apple was um in einem update und dann reitest du alle die das hier lesen in den Abgrund

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