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iPad

Logitech Ultrathin iPad Keyboard Cover Review

Logitech Ultrathin Keyboard Cover

Schon länger war ich auf der Suche nach einem praktischen Keyboard für mein neues iPad (3. Generation). Es sollte gleichzeitig Hoch- und Querformat-Ständer sein und dabei noch Schutz für die Glasfront bieten. Das original Apple Keyboard Dock und die Apple Bluetooth Tastatur schieden also aus. Das von ZAGG entwickelte und von Logitech vertriebene iPad 2 Keyboard Case machte ja schon Furore und als ich es bei einem Kollegen sah, war ich versucht, auch zuzuschlagen. Doch ich hörte, dass es da einen Nachfolger geben wird. Der ist nun da, nicht mehr von ZAGG (die haben auch was neues, das schied aber aus, weil da das iPad nur im Querformat anschnallbar ist und es auch (noch?) kein deutsches Tastatur-Layout gibt), sondern von Logitech selbst und heißt schlicht „Ultrathin Keyboard Cover„. (Übrigens nicht zu verwechseln mit dem „ZAGG/Logitech Keyboard Cover for iPad 3„, was offenbar nahezu identisch mit deren altem Keyboard Cover für das iPad 2 ist.)

Da es im Web auf den einschlägigen Techblogs schon haufenweise Reviews gibt, fasse ich meine persönlichen Eindrücke nach drei Tagen Nutzung hier mal kurz zusammen:

Plus

  • Das Teil hat wirklich gute Tasten wie man sie von heutigen Notebooktastaturen kennt.
  • Ebenso ein gutes Tipp-Gefühl.
  • Wirklich super finde ich, dass zahlreiche Hotkeys wie vom Mac gewohnt nutzbar sind: ⌘→ bzw. ⌘← für Ende/Anfang der Zeile, alt→ bzw. alt← für wortweises Vorgehen, Tab-Taste für das Wandern zwischen Eingabefeldern, sowohl in Apps wie Mail als auch auf Webseiten etc.
  • Tastatur Layout umschaltbar via fn-2 (wenn man mehr als eine internationale Tastatur oder die Emoji Tastatur aktiviert hat)
  • Doppel-Tipp auf Home-Taste entspricht tatsächlich dem Doppel-Tippen auf die Home Taste des iPad, bringt also die Liste zuletzt benutzter Apps
  • Das iPad ist im Quer- und Hochformat nutzbar. In der Rille ist ein Metallstreifen, so dass der Magnet am linken Rand des iPads (Home Taste unten) greift, wenn man das iPad im Querformat mit Home-Taste rechts hineinstellt. Auf diese Weise hält die Tastatur so fest, dass man das ganze Konstrukt vom Tisch hochheben kann, ohne dass die Tastatur abfällt. Aber Vorsicht! Mit der anderen Längskante des iPads geht das nicht. Auch mit der Unterkante natürlich nicht. Unnötig zu erwähnen, dass man nicht mehr an den Dock-Anschluss kommt, wenn man …
  • Laut Herstellerangaben hält eine Akku-Ladung bis zu sechs Monate — WOW! Das muss natürlich die Zeit beweisen, konnte ich noch nicht überprüfen. Ich habe das mitgelieferte USB Kabel aber noch nicht angeschlossen und nutze jetzt seit zwei Tagen immer noch den Strom, der im Auslieferungszustand vorhanden war. Aber die Aussicht, dass man die Tastatur nur zweimal im Jahr laden muss ist schon toll!
  • Das Koppeln lief von Anfang an völlig problemlos. Einfach nur eingeschaltet, auf dem iPad auch Bluetooth aktiviert, es tauchte auf, drauftippen, verbunden. Neben dem Ein-/Aus-Schalter gibt es noch einen Bluetooth Taster, den man braucht, wenn man das Keyboard mit einem anderen Gerät (iPhone geht natürlich auch, aber das 4S passt nicht in die Rille) koppeln will.

Minus

  • Teilweise sehr kleine Tasten (vor allem ä, ü, +, #, linke Shift Taste)
  • fn-Backspace entspricht leider nicht dem Löschen rechts vom Cursor („Entf“), sondern Lock (Bildschirm schwarz)
  • Im Querformat nur wenn Home-Taste rechts auch Magnet-Sicherung
  • kein Anschluss zum Laden des iPad im Hochformat (da hat das original Apple Keyboard Dock einen Vorteil)
  • wenn zusammengeklappt dann doch ein bisschen dick
  • Unterseite hat keine Gummi-Punkte gegen Rutschen auf glatten Tischoberflächen, stattdessen: gebürstetes Aluminium. Hübsch, aber verkrazt über kurz oder lang sicher
  • Die Funktionen auf der 4- und 5-Taste könnte man mit „Markierung nach links erweitern“ und „Markierung nach rechts erweitern“ bezeichnen. Denn das machen sie. Nicht etwa wie man intuitiv vermuten würde verschiebt fn-4 die linke Erweiterung und fn-5 die rechte. Wohin auch? Nach links? Oder rechts? Zwei Richtungen mit einer Taste, das geht halt nicht. Vielmehr geht das so: der Punkt, an dem man mit dem Finger auf einen Text getippt hat, der bleibt fest. Und nun kann man den anderen Markierungs-Punkt mit diesen beiden Funktionstasten nach links (fn-4) oder rechts (fn-5) bewegen. Dabei läuft er auch schonmal über den anderen, zuerst per Finger gewählten Punkt, drüber, so dass die Markierung „die Seite wechseln“ kann. Drücke ich mich einigermaßen verständlich aus. Nein? Ja Gott dann probiert’s halt selber aus! 😉
  • Diese Art des Text-Markierens geht übrigens nur bei Text-Eingabefeldern! Nicht z.B. mitten auf einer Webseite in Safari! 🙁
  • Die Caps-Lock-Taste hat keine Kontrollleuchte und da die Bildschirm-Tastatur ja nun per default erstmal nicht mehr sichtbar ist, weiß man nie, ob man mal Caps eingeschaltet hat oder nicht. Selbst wenn man mit fn-3 die Bildschirm-Tastatur dazuschaltet, sieht man erstmal nicht die beiden Shift-Tasten blau leuchten. Das ist also anders als auf der Bildschirm-Tastatur (kein Wunder: dort gibt es ja auch keine eigene Caps-Lock-Taste).
  • Das iPad liegt im zusammengeklappten Zustand lediglich auf dem Keyboard-Cover auf, es sind zwei Sandwich-Hälften aufeinander, dazwischen lediglich vier kleine Gummi-Dämpfer. Das ist okay. Aber wer erwartet hatte, dass das iPad etwas in den Deckel hineingesteckt wird, der wird enttäuscht sein.
  • Leider, LEIDER ist die Tastatur (derzeit) nur in schwarz verfügbar. Das passt zwar zu meinem schwarzen iPad 1 und 2, aber nicht so perfekt zum weißen iPad 3. Aber das lässt sich verschmerzen.  😉

Fazit

Das sieht aus, als ob die negativen Punkte überwiegen. Aber ich habe sie lediglich etwas ausführlicher beschrieben. Und vielleicht bin ich auch etwas zuuu kritisch. Denn im Grunde bin ich sehr happy mit diesem Keyboard. Ich hatte bisher nur das Original Apple Keyboard Dock zu meinem ersten iPad gekauft und das war okay. Aber halt etwas sperrig. Natürlich konnte man einfach eine Apple (oder andere) Bluetooth Tastatur verbinden und prima tippen, aber erstens muss man sich dann immer einen Aufsteller für das iPad suchen und zweitens transportiert man dann halt zwei verschiedene Teile. Mit dem Logitech Ultrathin iPad Keyboard Cover transportiert man halt jetzt einfach ein fast doppelt so dickes iPad und hat dann aber einen Ständer für Hoch- und Querformat und eine sehr gute Tastatur dabei, auf der man (nach etwas Eingewöhnung wg. der paar sehr kleinen Tasten) prima zügig tippen kann. Die magnetische Anbringung à la Apple Smart Cover klappt erwartungsgemäß reibungslos.
Besonders erfreulich ist, dass mittlerweile (liegt’s an iOS 5 oder an den Keyboard-Herstellern?) deutlich mehr Keyboard Shortcuts funktionieren und man so weniger zum Bildschirm greifen muss. Das erhöht sie Usability schon deutlich. Das Tippen macht hier richtig Spaß.

Würde es wieder kaufen. 🙂

UPDATE [04.06.2012]: Fünf Punkte, die mir nach nun noch längerem Gebrauch aufgefallen sind, möchte ich noch nachschieben:

  1. Die schwarze Klavierlack Hochglanz-Optik ist sehr empfänglich für Fingerabdrücke. Deutlich mehr als ein iPad-Display das ist. Mich stört das wenig, denn 1. ist die größte schwarze Fläche meist hinter dem aufgestellten iPad und daher nicht sichtbar und 2. genügt ein schneller Wisch mit einem Läppchen und alles ist wieder gut.
  2. Das schwarze Plastikmaterial ist wohl etwas weich und daher ein wenig empfindlich für Kratzer. Da kommt schnell mal der ein oder andere rein. Also: vorsichtig mit umgehen!
  3. Der Winkel, in dem das iPad steht ist natürlich fix. Und er ist für meinen Geschmack ein kleines bisschen zu steil. Wäre er veränderbar, wäre das Teil wirklich das non plus ultra …
  4. Thema Tastatur-Shortcuts: nicht, dass das falsch verstanden wird: Apple hat nach wie vor kein offizielles API, welches es iOS Entwicklern erlauben würde, in ihre Apps solche Shortcuts einzubauen. Was an Shortcuts aktuell in iOS 5.1.1 geht ist also lediglich das, was Apple in seinen eigenen Apps vorgesehen hat. Das ist zwar ganz nett, aber man wünscht sich da schon durchaus noch mehr. Zum Beispiel ein ⌘N für eine neue eMail geht da nicht.
  5. Mit einem Android-Gerät habe ich diese Bluetooth Tastatur bisher nicht erfolgreich koppeln können. Offenbar verlangt Android die Eingabe eines Codes auf der Tastatur, spuckt denselben aber nicht aus (auf einem HTC One X mit Adnroid 4.0.3 probiert). Scheint von Logitech also tatsächlich speziell auf iOS zugeschnitten zu sein, damit sich dann wieder andere Tastaturen für andere Betriebssysteme verkaufen können. Merke: Bluetooth ist nicht gleich Bluetooth. #fail
  1. P.S.: Noch ein Minus: es gibt keine Möglichkeit, den Akkustand zu checken. Jedenfalls habe ich noch keine gefunden. Das ist natürlich blöd, weil man dann u.U. böse überrascht wird, wenn der Akku plötzlich leer ist.

  2. Michael

    Ist die Tastatur kompatibel zum iPad 1? D.h., passt das iPad 1 in die in der Tastatur eingelassene Rille und steht darin stabil? Danke!

  3. Nein, ist mit dem iPad 1 definitiv nicht kompatibel, hab’s auch nochmal ausprobiert.

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