13. Februar 2013
von Stefan
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Foto: Nancy Hüttner
Wer sich im Basketball hierzulande ein bisschen auskennt, dem sagt der Name Michael (“Mike”) Koch natürlich etwas. Er gehört zu den erfolgreichsten deutschen Basketballern überhaupt und er hat eine großartige, lange Karriere vorzuweisen. Allem voran natürlich der sensationelle Europameister Titel von 1993, aber natürlich auch die zahlreichen Deutschen Meisterschaften, vor allem fünf mal mit Bayer Leverkusen (meiner Heimatstadt) und Pokalsiege. Nach Stationen in Gießen, Bayreuth und Leverkusen ging er für sieben Jahre nach Griechenland, wo er ebenfalls sehr erfolgreich war. Seit der Saison 2005/2006 ist er recht erfolgreicher (zwei Play-Off Final Teilnahmen) Trainer der Telekom Baskets Bonn in der Beko-BBL-Bundesliga.
Jetzt fragt ihr euch vielleicht: “Basketball? Hallo? Hier im Blog in dem es sonst immer über Technik geht?”. Oh ja! Ich liebe Basketball schon seit meiner Jugend und habe es früher auch selbst gespielt. Da ich in Leverkusen geboren und aufgewachsen bin und dort in Opladen ins Landrat-Lucas-Gymnasium ging, hatte ich das Glück, eins meiner damaligen Vorbilder, John Ecker, als Sportlehrer beim selbst gewählten Schwerpunkt Basketball zu haben. Ich erinnere mich an tolle Schulmeisterschaften mit Lob von ihm! Das vergisst man sein Leben lang nicht. John Ecker! Der damals noch mit den alten Leverkusener Haudegen Norbert Thimm, Greg Lee, Rudi Kleen, Achim Kuczmann und anderen spielte!
Für eine Karriere als Basketballer reichte es dann aber doch nicht, nicht mal auf der Position 1 als Point Guard mit meinen 1,80m. Schade.
Dem Sport bin ich mit meiner Liebe aber immer treu geblieben — mal mehr und mal weniger intensiv als Zuschauer. Seit geraumer Zeit wieder mehr und dann natürlich in meiner Wahlheimat Bonn bei den Telekom Baskets Bonn.
Die Idee, Mike Koch zu interviewen kam beim Saisonabschluss 2011/2012, als die Spieler und er sich im Telekom Dome einfach unters Volk mischten und ich mich plötzlich neben ihm wiederfand — und ihn ansprach. Siehe da: der ist total nett! Der hört zu! Der schaut einen an! Der antwortet mir! Nun wollte ich ihn da aber nicht ewig bequatschen, aber danach rotierte es in meinem Kopf. Ich hätte gern noch mehr gefragt. Und zwar vor allem Fragen zur Person Michael Koch. Weniger direkte basketballerische Fragen nach dem Stand in der Tabelle und den Spielern und wer geht und wer kommt und sowas. Ich wollte den Mann, der da immer am Seitenaus kniet besser kennenlernen. Was macht der sonst noch so, neben Basketball? Ich dachte, das interessiert vielleicht auch andere Bonner Fans, die noch nicht soooo tief “in der Szene” drin sind und die noch nicht alles über Basketball wissen. Außerdem: Experten-Talk von/mit/über ihn gibt es in Fachzeitschriften und auf Basketball-Webseiten und -Foren zu hauf. Genau das wollte ich (eigentlich) nicht. Aber man merkt dann schon: bei jemandem, für den Basketball das Leben ist, kommt man an Basketballfragen nicht vorbei. Und mich interessiert es ja auch.
Freunde, denen ich von der Idee erzählte, haben mich dann ermutigt, ihn einfach anzusprechen und zu fragen, ob er das machen würde. Und als sich neulich am Rande eines Spiels der 2. Mannschaft der Telekom Baskets Bonn, das er zu meiner Überraschung auch besuchte, die Gelegenheit ergab, hab ich ihn einfach angesprochen. Und siehe da: es war für ihn okay! WOW! Ich hüpfte innerlich! Kurze Zeit darauf (am 5. Februar 2013) trafen wir uns im Telekom Dome und Nancy & ich durften ihn fragen, fragen, fragen. Am Ende war es fast eine Stunde geworden und wir standen draußen nochmal am Auto, ehe wir auseinander gingen. Es war SU-PER nett und angenehm! Michael Koch ist wirklich ein total feiner, netter, sozialer Typ zum anfassen, der offen ist für Fragen, Transparenz groß schreibt und überhaupt keine Starallüren hat.
Ja, so kam das. Und da ist es nun. Lest selbst! Ich hoffe, es gefällt. Weiterlesen →